Was ist H7 Toleranz?
H7 bezeichnet eine Bohrungstoleranz nach ISO 286. Der Großbuchstabe H legt die Lage des Toleranzfeldes fest (untere Abweichung = 0, das Loch kann nur größer werden), die Ziffer 7 den Toleranzgrad (IT7), also die Breite des erlaubten Maßbereichs. In Kombination mit einer Wellentoleranz (z. B. h6, g6, k6) ergibt sich eine Spiel-, Übergangs- oder Presspassung.
| Nennmaßbereich (mm) | Oberes Grenzmaß (µm) | Unteres Grenzmaß (µm) |
|---|---|---|
| 1 – 3 | +10 | 0 |
| >3 – 6 | +12 | 0 |
| >6 – 10 | +15 | 0 |
| >10 – 18 | +18 | 0 |
| >18 – 30 | +21 | 0 |
| >30 – 50 | +25 | 0 |
Angaben ohne Gewähr!
H7 vs. h7 – der Klassiker
H7 → Bohrung (Großbuchstabe): Loch nie kleiner als Nennmaß.
h7 → Welle (Kleinbuchstabe): Welle nie größer als Nennmaß (oberes Ende = 0).
Kombinationen:
H7/h7: meist Spielpassung von 0 µm bis zu einem kleinen positiven Spiel.
H7/g6: mehr Spiel (Welle weiter unter Nennmaß).
H7/k6: leichter Press-/Übergangssitz (Welle leicht über Nennmaß).
Wofür nutzt man H7?
Standard-Bohrungsqualität für viele Maschinenbauteile: Lagergehäuse, Naben, Kupplungen, Präzisionsführungen.
Vorteile:
Loch wird nie zu klein → Montage-Sicherheit.
In Verbindung mit passenden Wellentoleranzen frei wählbar: reine Spielpassung bis knapper Übergang.
Kosteneffizient: IT7 ist eine mittlere, gut fertigungstaugliche Genauigkeit.

Unser Passungsrechner ermittelt aus Nennmaß sowie Toleranzlage und -grad (z. B. H7/h6) automatisch Grenzmaße, Spiel oder Übermaß.
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